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Honda XLV 600 Transalp
Baujahr 1997
Die "Transe" kam zu mir - vollkommen überraschend
und überhaupt nicht geplant. Eigentlich wollte ich für den Winter
und für Matsch und Schlamm eine alte XL 600 o.ä. haben. Irgendwas
günstiges, so dass ein Abwurf im Gelände finanziell nicht weh
tut. Also schaute ich immer wieder im Internet und diversen Motorradzeitschriften.
Ende März 2007 entdeckte ich die Bildanzeige der Transe im "Motorradfahrer".
Top Daten, unglaublich eingentlich, denn alle Transen vom Modell PD 10
(ab 1997 mit Doppelscheibe vorne etc.) waren im Schnitt um knapp 1000
€ teurer. Einziger Punkt zum Nachdenken waren 78000 gefahrene Kilometer.
Am Telefon meldete sich Martha von der Villa Löwenherz in Lauenförde.
Weit weg - 500 km von hier. Im Gespräch stellte sich für mich
dann schnell heraus, dass die Transe mein werden sollte. Und Martha lud
mich noch für ein WE in ihr Motorradhotel>>
ein, um mir eine ausgedehnte Probefahrt beim Eintopftreffen zu ermöglichen.
Gesagt, getan.
Gitte und ich fuhren Ende April rauf zur Villa. Eine Tagestour - wunderschön
über Landstraßen durch Franken und Thüringen ins Weserbergland.
Am nächsten Tag war Probefahren angesagt auf den wunderbaren Strecken
dieser Region mit Station am Köterberg. Die Transe machte von Anfang
an Laune. Nur der Motor verschluckte sich bei Lastwechseln ziemlich derb.
Ich vermutete ein Vergaserproblem, das sich einige Wochen später
durch das Vergrößern der Bedüsung um 5/100 mm und ein ausgiebiges Ultraschallreinigungsbad vollständig beheben
ließ.
Martha und ich wurden uns schnell einig und konnte am nächsten Sonnentag mit ihr schon
die gleiche schöne Strecke heimfahren.
Die Transe war aus 1. Hand und weitestgehend scheckheftgepflegt. Aber
sie hatte Zusatzausstattung wie folgt:
- White Power Fahrwerk komplett abgestimmt auf meine Gewichtsklasse
(genial!!) - dadurch ca. 2-3 cm mehr Federweg -> die Transe steht
dadurch mit beiden Rädern am Boden auf dem
- Hauptständer (ist ja Zubehör bei der Maschine)
- Corbin-Komfortsitzbank
- Schutzbügel
- Scottoiler - automatischer Kettenöler
- Givi-Topcase (45 ltr.)
- Tourenscheibe
- LeoVince LX3 Endschalldämpfer in Edelstahl
- Edelstahlkrümmeranlage

Inzwischen hab ich der Transe Heizgriffe verbaut und Griffhandschützer
von Acerbis mit Spoiler, da ich die originalen Schützer für
Spielzeug halte. Ich habe die defekte Tachoschnecke und den defekten Kupplungsschalter
am Griff getauscht. Jetzt ist sie perfekt. Für die M&S-Saison
hab ich auf Continental TKC 80 umgerüstet. Damit ist sie auf der
Straße etwas schwammiger zu fahren, im Gelände jedoch dafür
umso besser. Der Reifen bietet ein hohes Maß an Traktion - auch
im Matsch oder auf weichem Schnee.
Mit dem WP-Fahrwerk ist die Transe fast wie mit einem Straßenmopped
zu bewegen. Sie bleibt auch bei Vmax in Schräglagen stabil. Zudem
ist der Komfort auf hohem Niveau. Eine klasse Reisemaschine, die Drehzahlen
für Leistung benötigt. Andererseits kann sie auch wunderbar
niedertourig gefahren werden.
Inzwischen hab ich die verschlissenen Bremsscheiben gegen ein Paar von
Lucas getauscht. Die Bremsleistung und vor allem die Dosierung sind wesentlich
besser geworden.
Seit Oktober 2010 ist die Transe in weibliche Hände weiter gewandert. 






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